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Sicherheitsglas und Einbruchschutz: Der komplette Ratgeber für Berlin
Ein Schraubenzieher, 30 Sekunden, ein gekipptes Fenster im Hochparterre – mehr braucht es in vielen Berliner Altbauten nicht, um ungebeten in eine Wohnung zu gelangen. Genau an dieser Stelle entscheidet sich Einbruchschutz: nicht am Alarm, der später losgeht, sondern am Glas und am Beschlag, die den ersten Hebelversuch aushalten müssen. Wer sein Zuhause oder sein Ladengeschäft wirksam sichern will, braucht deshalb kein Bauchgefühl, sondern Klarheit über Glasarten, Widerstandsklassen und das Zusammenspiel aller Bauteile. Dieser Ratgeber führt Sie durch alles, was für eine fundierte Entscheidung in Berlin und Brandenburg zählt.
Das Wichtigste in Kürze
Sicherheitsglas ist ein Oberbegriff: ESG schützt vor Verletzungen, erst Verbund-Sicherheitsglas (VSG) mit P-Klassen wirkt wirklich einbruchhemmend.
Für den normalen Privatbereich empfiehlt die Polizei Fenster der Widerstandsklasse RC 2 mit Pilzkopfzapfen, abschließbarem Griff und P4A-Verglasung.
Einbruchschutz wirkt nur als Gesamtsystem: Glas, Beschlag, Rahmen und fachgerechte Montage müssen zusammenpassen.
Häufigste Schwachstelle sind gekippte Fenster und ungesicherte Beschläge – Einbrecher hebeln mit einfachem Werkzeug.
Nachrüsten ist oft möglich, Sicherheitsfolie aber nur eine Ergänzung – die richtige Verklebung und mechanische Sicherung entscheiden.
Die Hausratversicherer zahlten 2025 rund 380 Millionen Euro für Wohnungseinbrüche, im Schnitt 3.850 Euro pro Fall.
Einbruchschutz ist über KfW förderbar oder nach § 35a EStG steuerlich absetzbar – aber nicht doppelt für dieselben Kosten.
Lesezeit: 16 Minuten
Inhaltsverzeichnis
Warum Einbruchschutz in Berlin heute konkret zählt
Was ist Sicherheitsglas? Begriffe, Arten und Abgrenzungen
Widerstandsklassen verstehen: RC-Klassen und Verglasungsklassen P4A bis P8B
Schwachstellen am Fenster: Wo Einbrecher wirklich ansetzen
Nachrüsten oder neu einbauen: Sicherheitsfolie, Austauschglas und komplette Fenster
Kosten, KfW-Förderung und Steuervorteil beim Einbruchschutz
Sicherheitsglas für Gewerbe und Hausverwaltungen in Berlin
Der Weg zum sicheren Zuhause: Beratung, Planung und Umsetzung
Warum Einbruchschutz in Berlin heute konkret zählt
Bevor es um Glasarten und Klassen geht, lohnt ein nüchterner Blick auf die Lage – ohne Alarmismus, aber mit den Zahlen, die eine Investitionsentscheidung tatsächlich beeinflussen.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist zuletzt wieder gestiegen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 weist bundesweit 82.920 Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl aus – ein Plus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Diebstahlsdelikte insgesamt zurückgingen (Bundeskriminalamt). Einbruch bleibt also ein reales, kein abstraktes Risiko.
Für Berlin ist die Lage seit Jahren angespannt: Der 10-Jahres-Durchschnitt beim Wohnungseinbruchdiebstahl liegt bei rund 8.131 erfassten Fällen pro Jahr. Betroffen sind besonders die typischen Berliner Gebäudesituationen – Altbau-Erdgeschosse, Souterrainwohnungen und Gewerbeeinheiten mit großen Schaufensterflächen.
380 Millionen Euro Schaden in einem Jahr Die Hausratversicherer zahlten für 2025 rund 380 Millionen Euro für Wohnungseinbrüche – etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr, bei rund 100.000 gezählten Fällen und einem durchschnittlichen Schaden von 3.850 Euro pro Einbruch. Für Ihre Entscheidung bedeutet das: Schon eine einzige verhinderte Tat kann die Kosten wirksamer Sicherungstechnik übersteigen. Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
Entscheidend ist der Angriffspunkt: Nahezu alle Einbrüche in Wohnungen und Häuser laufen über Fenster und Türen – und damit über Glas, Beschlag und Rahmen. Wer diese Bauteile ernst nimmt, setzt genau dort an, wo sich Widerstand am stärksten auszahlt. Deshalb behandelt dieser Ratgeber Sicherheitsglas nicht isoliert, sondern immer im Zusammenspiel mit dem gesamten Fenster.
Was ist Sicherheitsglas? Begriffe, Arten und Abgrenzungen
Der Begriff Sicherheitsglas ist unscharf – und genau das führt beim Einbruchschutz zu teuren Missverständnissen. Hier die saubere Einordnung.
Sicherheitsglas ist ein Oberbegriff für mehrere Glasarten mit ganz unterschiedlicher Schutzwirkung. Grob unterscheidet man drei Ziele: Schutz vor Verletzungen, Schutz vor Einbruch und – im Spezialfall – Schutz vor Durchschuss oder Explosion. Nicht jedes Glas, das als Sicherheitsglas verkauft wird, ist automatisch einbruchhemmend.
Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) ist thermisch vorgespannt. Es ist deutlich bruchfester als normales Floatglas und zerfällt beim Bruch in kleine, stumpfe Krümel statt in scharfe Scherben. ESG schützt also primär vor Verletzungen – etwa in Duschabtrennungen oder Ganzglastüren. Gegen einen entschlossenen Hebel- oder Schlagangriff bietet es dagegen kaum Widerstand.
Verbund-Sicherheitsglas (VSG) besteht aus zwei oder mehr Scheiben, die durch eine oder mehrere reißfeste Folien (PVB) dauerhaft verbunden sind. Bricht das Glas, bleiben die Bruchstücke an der Folie haften – die Scheibe hält zusammen und bildet weiter eine Barriere. Erst VSG in geprüfter Ausführung wird nach entsprechender Prüfung einbruchhemmend. Die Folienstärke und der Aufbau entscheiden darüber, welcher Widerstandsklasse das Glas standhält.
Sicherheitsglas im Überblick
Glasart | Aufbau | Schutzwirkung | Typischer Einsatzbereich |
|---|---|---|---|
ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) | Thermisch vorgespanntes Einzelglas | Schutz vor Verletzung, hohe Stoß- und Temperaturfestigkeit | Duschen, Glastüren, Möbel, Brüstungen |
VSG (Verbund-Sicherheitsglas) | Zwei o. mehr Scheiben mit reißfester Folie verklebt | Schutz vor Durchsturz und Verletzung, Basis für Einbruchhemmung | Überkopfverglasung, Geländer, Fenster |
Einbruchhemmendes VSG (P4A–P8B) | VSG mit dicker Mehrfachfolie, nach DIN EN 356 geprüft | Widerstand gegen Durchwurf und Durchbruch | Erdgeschoss-Fenster, Terrassen- und Balkontüren, Schaufenster |
Durchschusshemmendes Glas | Dickes Mehrschicht-VSG, Spezialaufbau | Schutz gegen Beschuss und Angriff | Banken, Behörden, Hochsicherheitsbereiche |
Häufiger Trugschluss „Ich habe doch Sicherheitsglas“ heißt nicht automatisch „einbruchsicher“. ESG und einfaches VSG erfüllen wichtige Aufgaben – aber einbruchhemmend ist nur geprüftes VSG mit entsprechender P-Klasse. Prüfen Sie im Zweifel die Kennzeichnung oder lassen Sie das Glas fachlich beurteilen.
Widerstandsklassen verstehen: RC-Klassen und Verglasungsklassen P4A bis P8B
Zwei Klassensysteme greifen ineinander: RC-Klassen bewerten das gesamte Bauteil, P-Klassen nur das Glas. Beide zusammen ergeben den tatsächlichen Schutz.
Die RC-Klassen (Resistance Class) nach DIN EN 1627 bewerten das komplette Fenster oder die komplette Tür – also Glas, Beschlag, Rahmen und Verankerung als Einheit. Sie beschreiben, wie lange ein Bauteil einem Einbruchversuch mit definiertem Werkzeug standhält. Die Skala reicht von RC 1 N (Grundschutz) über RC 2 und RC 3 bis zu RC 6 für höchste Anforderungen.

Die Verglasungsklassen nach DIN EN 356 (P4A bis P8B) bewerten dagegen nur das Glas selbst. Die A-Klassen (P4A bis P5A) werden im Kugelfallversuch geprüft und stehen für Widerstand gegen Durchwurf – etwa gegen einen geworfenen Gegenstand. Die B-Klassen (P6B bis P8B) werden mit der Axt getestet und stehen für Widerstand gegen Durchbruch durch wiederholte Schläge. Je höher die Zahl, desto mehr Angriffe hält das Glas aus.
Für den normalen Privatbereich empfiehlt die Polizei Fenster der Widerstandsklasse RC 2 nach DIN EN 1627 – mit Pilzkopfzapfen-Beschlägen, P4A-Verglasung und abschließbarem Fenstergriff. Höhere Klassen von RC 4 bis RC 6 werden vor allem für den gewerblichen Bereich empfohlen (Netzwerk Zuhause sicher).
RC 1 N: Grundschutz gegen körperliche Gewalt wie Anspringen oder Treten – für Einbruchschutz an erreichbaren Fenstern zu schwach.
RC 2: Schutz gegen einfache Werkzeuge wie Schraubenzieher und Zange – die Basisempfehlung für Wohnungen und Häuser.
RC 3: Zusätzlicher Widerstand gegen Kuhfuß und Brecheisen – sinnvoll bei erhöhtem Risiko, etwa freistehende Häuser.
RC 4 bis RC 6: Widerstand gegen Säge, Bohrmaschine und schweres Werkzeug – für Gewerbe, Schaufenster und besonders gefährdete Objekte.
Der wichtigste Punkt: Sicheres Glas allein reicht nicht. Ein hochwertiges VSG in einem schwachen Rahmen mit einfachem Beschlag wird umgangen, indem der Einbrecher gar nicht das Glas angreift, sondern den Flügel aufhebelt. Einbruchschutz funktioniert nur als Gesamtsystem aus Glas, Beschlag, Rahmen und fachgerechter Montage. Deshalb ist die RC-Klasse des Bauteils aussagekräftiger als die P-Klasse des Glases allein.
Schwachstellen am Fenster: Wo Einbrecher wirklich ansetzen
Die meisten Einbrüche sind kein Kunststück, sondern das Ausnutzen bekannter Schwachstellen. Wer sie kennt, sichert gezielt statt teuer.
Der mit Abstand häufigste Weg ins Haus ist das Aufhebeln des Fensterflügels. Der GDV beobachtet, dass Einbrecher gezielt leicht zugängliche, unzureichend gesicherte Objekte auswählen und dabei oft simples Werkzeug wie einen Schraubenzieher nutzen. Zwischen Flügel und Rahmen wird angesetzt, der Beschlag springt – in Sekunden ist das Fenster offen, ganz ohne Glasbruch und ohne viel Lärm.
Die zweite große Schwachstelle ist das gekippte Fenster. Ein auf Kipp stehendes Fenster gilt einbruchtechnisch als offenes Fenster: Es lässt sich mit wenigen Handgriffen vollständig öffnen. Das gilt für Wohnungen ebenso wie für Terrassen- und Balkontüren. Auch ungesicherte Glashalteleisten auf der Außenseite sind kritisch, weil sich die Scheibe dann von außen ausbauen lässt.
Die entscheidenden Bauteile für den Widerstand sind daher: Pilzkopfzapfen-Beschläge, die beim Verriegeln hinter Sicherheitsschließbleche greifen und das Aufhebeln verhindern; ein abschließbarer Fenstergriff, der das Zurückdrehen des Griffs von außen blockiert; sowie Getriebeanbohrschutz und gesicherte Glashalteleisten als Ergänzung.
Die Lehre daraus: Priorisieren Sie nach Erreichbarkeit. Erdgeschoss, Kellerfenster und leicht zugängliche Balkon- und Terrassentüren gehören zuerst gesichert – und zwar am Beschlag ebenso wie am Glas. Ein hoch gelegenes Fenster ohne Aufstiegshilfe ist deutlich unkritischer als eine ebenerdige Terrassentür.
Nachrüsten oder neu einbauen: Sicherheitsfolie, Austauschglas und komplette Fenster
Für fast jede Ausgangslage gibt es eine passende Lösung – die Frage ist, was wirtschaftlich und technisch wirklich trägt.
Grundsätzlich stehen drei Wege offen: einbruchhemmende Sicherheitsfolie, der Austausch der Verglasung gegen geprüftes VSG oder der komplette Tausch von Fenster und Tür als RC-geprüftes System. Welcher Weg der richtige ist, hängt vom Zustand der vorhandenen Fenster, von der Erreichbarkeit und vom Budget ab.

Sicherheitsfolie kann eine sinnvolle Ergänzung sein – aber sie hat klare Grenzen. Eine Folie wirkt nur, wenn sie fachgerecht und flächig bis in den Falz verklebt ist und wenn der Rahmen den zusätzlichen Widerstand überhaupt aufnehmen kann. Auf einem schwachen Beschlag bringt die beste Folie wenig, weil der Flügel weiterhin aufgehebelt wird. Wir sind an dieser Stelle ehrlich: Folie ersetzt kein geprüftes System, sie kann es nur ergänzen.
Der Austausch der Verglasung gegen einbruchhemmendes VSG nach DIN EN 356 lohnt sich, wenn Rahmen und Beschläge in gutem Zustand und grundsätzlich nachrüstbar sind. In vielen Fällen ist die wirtschaftlich sinnvollste Lösung jedoch der komplette Systemwechsel auf ein RC-2-geprüftes Fenster – weil dann Glas, Beschlag und Rahmen als geprüfte Einheit zusammenarbeiten. Ergänzend gelten Getriebeanbohrschutz und gesicherte Glashalteleisten als empfohlene Bausteine (Netzwerk Zuhause sicher).
Mechanik zuerst, Technik danach Wirksamer Einbruchschutz ist zuallererst eine Frage mechanischer Sicherungen an Fenstern und Türen. Alarmanlagen und Smart-Home-Lösungen sind eine sinnvolle Ergänzung – aber kein Ersatz. Investieren Sie also erst in Glas und Beschlag, dann in Meldetechnik.
Am Anfang jeder guten Lösung steht die Aufnahme vor Ort. Wir schauen uns Gebäudetyp, Erreichbarkeit, Rahmen- und Beschlagzustand an und empfehlen dann, was technisch trägt und wirtschaftlich sinnvoll ist – von der reinen Verglasung bis zum kompletten Fenster. Als Betrieb für alles rund ums Glas kommt bei uns beides aus einer Hand, von der Reparatur nach einem Einbruch bis zur geplanten Gebäudeverglasung.
Persönliche Beratung statt anonymer Hotline
Sie wissen nicht, ob Nachrüsten reicht oder ein Fenstertausch sinnvoller ist? Die Glaserei Aswendt berät Sie persönlich vor Ort in Berlin und Brandenburg – mit fester Ansprechperson und transparentem, unverbindlichem Angebot. Bei akuten Schäden nach einem Einbruch erreichen Sie unseren Notdienst rund um die Uhr telefonisch.
Kosten, KfW-Förderung und Steuervorteil beim Einbruchschutz
Einbruchschutz ist selten so teuer wie befürchtet – vor allem, wenn man Förderung und Steuervorteil richtig nutzt.
Eine seriöse Kostenangabe hängt immer vom Objekt ab, deshalb hier nur die Größenordnung als Orientierung: Sicherheitsfolie ist der günstigste Einstieg, der Austausch der Verglasung gegen einbruchhemmendes VSG liegt darüber, und ein komplettes RC-2-geprüftes Fenster ist die größte, aber auch nachhaltigste Investition. Weil der Gesamtwiderstand vom System abhängt, ist die günstigste Einzelmaßnahme nicht immer die wirtschaftlichste Lösung.
Zwei Wege senken die Kosten spürbar. Erstens die KfW-Förderung für Einbruchschutz als Zuschuss – wichtig ist hier, den Antrag vor Beginn der Maßnahme zu stellen. Zweitens die steuerliche Absetzbarkeit: Selbst getragene Handwerkerleistungen für Einbruchschutz lassen sich nach § 35a EStG steuerlich geltend machen. Eine Doppelförderung derselben Kosten – also KfW-Zuschuss und Steuerabzug für dieselbe Rechnung – ist allerdings ausgeschlossen (Blauarbeit Ratgeber, Stand August 2026).
Nicht vergessen sollten Sie die Hausratversicherung. Geprüfte Sicherungstechnik kann sich je nach Tarif positiv auf die Konditionen auswirken, und im Schadenfall ist eine nachweislich fachgerechte Sicherung ein Vorteil. Lassen Sie sich Prüfnachweise und die fachgerechte Montage schriftlich bestätigen – diese Dokumente sind bares Geld wert.
Reihenfolge nicht verwechseln: Erst Förderung klären und Antrag stellen, dann beauftragen – nicht umgekehrt. Wer die Maßnahme vor dem KfW-Antrag beginnt, verliert in der Regel den Zuschussanspruch. Der Steuerabzug nach § 35a EStG bleibt als Alternative bestehen, aber eben nicht zusätzlich für dieselben Kosten.
Sicherheitsglas für Gewerbe und Hausverwaltungen in Berlin
Ladengeschäfte, Bürohäuser und Mehrparteienobjekte haben eigene Anforderungen – und oft deutlich mehr Glasfläche als ein Einfamilienhaus.
Im gewerblichen Umfeld verschieben sich die Prioritäten. Schaufenster, Ladeneingänge, Treppenhäuser und Gemeinschaftseingänge sind exponiert, gut einsehbar und häufig mit wertvollem Inhalt dahinter. Hier sind höhere Widerstandsklassen sinnvoll: RC 4 bis RC 6 werden vor allem für den gewerblichen Bereich empfohlen, weil dort mit schwererem Werkzeug und längerer Angriffszeit gerechnet werden muss.
Für Hausverwaltungen kommt die Koordination hinzu. Sinnvoll ist ein einheitlicher Standard über alle Einheiten hinweg – gleiche Beschlagtechnik, dokumentierte Prüfnachweise und ein klarer Wartungsrhythmus. Das erleichtert nicht nur die Verwaltung, sondern sorgt auch dafür, dass es keine vergessene Schwachstelle im Erdgeschoss gibt, während oben nachgerüstet wurde.
Und dann ist da der Notfall. Nach einem Einbruch oder Glasbruch zählt Geschwindigkeit: Erst die Sofortsicherung der offenen Stelle, damit Objekt und Werte geschützt sind, dann der fachgerechte Austausch. Genau dafür ist unser Notdienst rund um die Uhr telefonisch erreichbar – mit fester Ansprechperson, die das Objekt kennt, statt einer wechselnden Hotline.
Weil wir alles rund ums Glas aus einer Hand abdecken, reicht das Leistungsspektrum von der einzelnen Scheibe bis zur kompletten Gebäudeverglasung – und für Innenausbau und Sanierung ebenso, etwa bei Glasabtrennungen und Verglasungen nach Maß. Für Sie bedeutet das einen Ansprechpartner für Planung, Umsetzung und den Notfall.
Der Weg zum sicheren Zuhause: Beratung, Planung und Umsetzung
Gute Sicherung entsteht in einer sinnvollen Reihenfolge – von der neutralen Beratung bis zur geprüften Montage.
Der bewährte Ablauf beginnt neutral: Die polizeilichen Beratungsstellen beraten kostenlos und produktunabhängig zur Gefährdungslage Ihres Objekts. Auf dieser Grundlage folgt die Bestandsaufnahme vor Ort und schließlich das konkrete Angebot eines Fachbetriebs. Empfohlen wird ausdrücklich die Beratung durch polizeiliche Beratungsstellen und Fachbetriebe – nicht das Vertrauen auf einzelne Werbeversprechen.
Bei der Auswahl eines Betriebs sollten Sie auf drei Dinge achten: geprüfte Produkte mit belastbaren Prüfnachweisen (RC- bzw. P-Klasse), fachgerechte Montage samt Verankerung im Baukörper – denn ein RC-2-Fenster verliert seine Klasse bei falscher Montage – und Transparenz im Angebot. Lassen Sie sich Widerstandsklasse, Verglasung und Beschlagtechnik konkret benennen, nicht nur „einbruchsicher“.
Bei der Glaserei Aswendt betreut Sie Inhaber Marian Aswendt persönlich – von der Terminvereinbarung über die Beratung bis zur Umsetzung. Sie haben eine feste Ansprechperson vor Ort statt einer anonymen Hotline, und bei akuten Schäden nach einem Einbruch springt der Notdienst rund um die Uhr ein. Erreichbar sind wir unter 030 / 567 74 10 oder per E-Mail an kontakt@glaserei-aswendt.de.
Einbruchschutz planen: Ihre Schritt-für-Schritt-Checkliste
Phase 1: Analyse und Beratung
[ ] Erreichbare Fenster und Türen identifizieren (Erdgeschoss, Keller, Balkon, Terrasse)
[ ] Aktuellen Beschlag- und Rahmenzustand prüfen lassen
[ ] Kostenlose polizeiliche Beratungsstelle kontaktieren
[ ] Bestandsaufnahme vor Ort durch einen Fachbetrieb vereinbaren
Phase 2: Lösung festlegen
[ ] Widerstandsklasse festlegen: RC 2 für den Privatbereich, RC 4+ für Gewerbe
[ ] Entscheiden: Sicherheitsfolie, Austauschglas oder komplettes Fenster
[ ] Pilzkopfzapfen-Beschläge und abschließbare Griffe einplanen
[ ] Prüfnachweise (RC nach DIN EN 1627, P-Klasse nach DIN EN 356) einfordern
Phase 3: Förderung und Finanzierung
[ ] KfW-Zuschuss prüfen und Antrag VOR Beginn der Maßnahme stellen
[ ] Alternativ Steuerabzug nach § 35a EStG einplanen (keine Doppelförderung)
[ ] Auswirkungen auf die Hausratversicherung erfragen
[ ] Transparentes, unverbindliches Angebot einholen
Phase 4: Umsetzung und Dokumentation
[ ] Fachgerechte Montage mit Verankerung im Baukörper sicherstellen
[ ] Prüf- und Montagenachweise schriftlich bestätigen lassen
[ ] Bei Mehrparteienhäusern einheitlichen Standard dokumentieren
[ ] Notdienst-Kontakt für den Schadenfall notieren
Tipp: Speichern Sie diese Checkliste als Screenshot!
Fazit: So schützen Sie Ihr Zuhause in Berlin wirksam mit dem richtigen Sicherheitsglas
Wirksamer Einbruchschutz ist kein Zufall und kein Einzelprodukt, sondern das Ergebnis der richtigen Reihenfolge: erreichbare Fenster und Türen zuerst, geprüftes Glas plus passender Beschlag im Gesamtsystem, saubere Montage und die Nutzung von Förderung oder Steuervorteil. Wer diese Punkte beachtet, senkt sein Risiko spürbar – und macht sein Objekt für Gelegenheitstäter uninteressant.
Ihre nächsten Schritte:
Erreichbare Fenster und Türen an Ihrem Objekt priorisieren
Kostenlose polizeiliche Beratung und eine Bestandsaufnahme vor Ort einholen
KfW-Förderung oder Steuerabzug nach § 35a EStG vor Auftragsvergabe klären
Transparentes, unverbindliches Angebot der Glaserei Aswendt anfordern
Rufen Sie uns unter 030 / 567 74 10 an oder schreiben Sie an kontakt@glaserei-aswendt.de – wir beraten Sie persönlich zu Ihrem Einbruchschutz in Berlin und Brandenburg.
Häufig gestellte Fragen
Welches Sicherheitsglas schützt wirklich vor Einbruch?
Einbruchhemmend ist geprüftes Verbund-Sicherheitsglas (VSG) mit einer Verglasungsklasse nach DIN EN 356, also P4A bis P8B. Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) schützt zwar vor Verletzungen, bietet aber kaum Einbruchwiderstand. Entscheidend ist zudem, dass das Glas in ein passendes Fenstersystem mit Pilzkopfzapfen-Beschlägen eingebaut ist.
Welche Widerstandsklasse brauche ich für mein Zuhause?
Für den normalen Privatbereich empfiehlt die Polizei Fenster der Widerstandsklasse RC 2 nach DIN EN 1627 mit Pilzkopfzapfen-Beschlägen, abschließbarem Griff und P4A-Verglasung. Höhere Klassen von RC 4 bis RC 6 sind vor allem für Gewerbe, Schaufenster und besonders gefährdete Objekte sinnvoll.
Bringt eine einbruchhemmende Sicherheitsfolie wirklich etwas?
Eine Sicherheitsfolie kann eine sinnvolle Ergänzung sein, aber nur, wenn sie fachgerecht bis in den Falz verklebt ist und der Rahmen den zusätzlichen Widerstand aufnehmen kann. Sie ersetzt kein geprüftes Fenstersystem und keine mechanische Beschlagsicherung. Auf einem schwachen Beschlag bleibt das Aufhebeln möglich.
Kann ich Einbruchschutz von der Steuer absetzen oder fördern lassen?
Ja. Einbruchschutz lässt sich über die KfW als Zuschuss fördern, wobei der Antrag vor Beginn der Maßnahme gestellt werden muss. Alternativ sind selbst getragene Handwerkerleistungen nach § 35a EStG steuerlich absetzbar. Eine Doppelförderung derselben Kosten über KfW und Steuerabzug ist jedoch ausgeschlossen (Stand August 2026).
Was ist der Unterschied zwischen RC-Klasse und Verglasungsklasse?
Die RC-Klasse nach DIN EN 1627 bewertet das gesamte Bauteil – Glas, Beschlag, Rahmen und Verankerung als Einheit. Die Verglasungsklasse P4A bis P8B nach DIN EN 356 bewertet nur das Glas selbst. Für den tatsächlichen Einbruchschutz ist die RC-Klasse des kompletten Fensters aussagekräftiger als die P-Klasse des Glases allein.
Was passiert direkt nach einem Einbruch mit beschädigtem Glas?
Zuerst wird die offene Stelle sofort gesichert, damit das Objekt geschützt ist, danach folgt der fachgerechte Austausch der Verglasung. Für solche Fälle ist der Notdienst der Glaserei Aswendt rund um die Uhr telefonisch erreichbar – mit fester Ansprechperson statt wechselnder Hotline.
Über den Autor
Redaktion Glaserei Aswendt
Fachredaktion
Die Fachredaktion von Glaserei Aswendt aus Berlin teilt praxiserprobtes Wissen aus der täglichen Arbeit rund um Glasreparatur, Maßanfertigungen und Gebäudeverglasung. Alle Inhalte basieren auf jahrelanger handwerklicher Erfahrung im Berliner Glaserhandwerk.
Quellen & Referenzen
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
Rund 380 Mio. Euro Schaden 2025, rund 100.000 Faelle, 3.850 Euro Durchschnittsschaden.
Empfehlung RC 2 mit Pilzkopfzapfen und P4A fuer Privatbereich, RC 4-6 fuer Gewerbe.
Steuerabzug nach Paragraf 35a EStG, keine Doppelfoerderung mit KfW (Stand August 2026).

